Apr 102021
 
 Posted by on 10. Apr. 2021

Der 2. Sonntag der Osterzeit heißt seit dem Jahr 2000 auch Barmherzigkeitssonntag.
Dieses Fest hat Papst Johannes Paul II. eingeführt.
Am Barmherzigkeitssonntag blickt die römisch-katholische Kirche auf den auferstandenen Jesus Christus, der in seinem Tod und seiner Auferstehung Sünde und Tod besiegt hat. Seine Wundmale sind das bleibende Zeichen seiner Liebe, die er uns in seiner Barmherzigkeit geschenkt hat. Im gekreuzigten und auferstanden Herrn scheint uns daher die Barmherzigkeit Gottes auf.

Entstehung des Barmherzigkeitssonntags
Der Weiße Sonntag trägt seit dem Jubiläumsjahr 2000 auch den Namen „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“. Dieses Fest hat der hl. Papst Johannes Paul II. am Oktavtag von Ostern für die ganze Kirche eingeführt. Das Fest der göttlichen Barmherzigkeit wurde angeregt durch die von Johannes Paul II. an diesem Sonntag im April 2000 heiliggesprochene polnische Ordensfrau Faustyna Kowalska (gest. 1938 in Krakau).

Papst Johannes Paul II. und Schwester Faustyna Kowalska
Karol Józef Wojtyła lautete der bürgerliche Name von Johannes Paul II. Der junge Karol studierte während der deutschen Besetzung Polens im geheimen Priesterseminar von Krakau Theologie und musste gleichzeitig Zwangsarbeit leisten. In dieser Zeit suchte er häufig ein nahegelegenes Kloster auf und kniete dort am Grab von Sr. Faustyna nieder.Während der 13 Jahre ihres Ordenslebens hatte Sr. Faustyna keine leitende Aufgabe, sondern arbeitete als Köchin, Gärtnerin und Pförtnerin. Nach außen hin war dieses Leben scheinbar eintönig und grau. Im Inneren aber war es erfüllt von einer ungewöhnlich tiefen Vereinigung mit Gott. In mystischen Einsprechungen empfing sie Worte Jesu.

Bild: Der Vielerbarmende Bistum Eichstätt

Offenbarungsbild der Hl. Schwester Faustyna Kowalska
Zum ersten Mal sah Schwester Faustyna am 22. Februar 1931 Christus mit erhobener Segenshand, bekleidet mit einem weißen Gewand und sie hörte den Auftrag: „Male ein Bild nach dem, was du siehst, mit der Unterschrift: Jesus, ich vertraue auf dich.“ Aus den Tagebuchaufzeichnungen der Heiligen ist zu entnehmen, was Christus weiter sagte: „… ich verspreche, dass jene Seele, die dieses Bild verehrt, nicht verlorengeht… ich wünsche, dass dieses Bild, welches du mit einem Pinsel malen wirst, am ersten Sonntag nach Ostern feierlich geweiht wird. Dieser Sonntag soll das Fest der Barmherzigkeit sein.“Die Aufgabe, die der Ordensschwester Faustyna in der Vision bestimmt wurde war, menschlich gesehen, unerfüllbar. Barmherzigkeit an sich, ist nicht darstellbar. Daher gibt es mehrere Bilder mit der Unterschrift „Jesus, ich vertraue auf dich.“

Quelle (Text): Erzbistum Köln

Apr 042021
 
Nach Emmaus - 15. Kreuzwegstation in der Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek

Nach Emmaus – 15. Kreuzwegstation in der Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek

Im Lukasevangelium (Lk 24,13-35 – vollständiger Text auf Bibelserver.com) lesen wir:

13 Und siehe, am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist.  14 Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte.  15 Und es geschah, während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen.  16 Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten.  … 27 Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht.  … 30 Und es geschah, als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen.  31 Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken.  32 Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete

Gedanken

  • Die Jünger im Weggehen – Es war wohl alles umsonst.
  • Und doch im Gespräch miteinander über IHN.
    – Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, …
  • Sie erkennen den nicht, der mit ihnen geht, und doch
    lassen sie sich von ihm führen
    von seinen Fragen und seinem Interesse für sie,
    im Nachsinnen über die Heilige Schrift.
    – Musste nicht der Christus das erleiden …
  • Jesus trägt die Wundmale des Gekreuzigten – und lebt,
    im Hintergrund ein reifes Weizenfeld.
    – Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stibt…
  • Im Brechen des Brotes erkennen sie ihn:
    – Brannte nicht unser Herz…

Gebet:

Herr Jesus Christus,
als der Auferstandene gehst du auch mit uns.

Lass uns dich erkennen in unserem Alltag:
wenn wir in deinem Namen zusammen sind,
wenn uns Menschen begegnen, die uns ihr Interesse,
ihre Liebe – deine Liebe – spüren lassen,
wenn wir in der heiligen Schrift lesen
und verstehen, was das für unser Leben bedeutet,
wenn wir dich in den Sakramenten feiern.
Und hilf uns, dass wir von Freude und Kraft erfüllt
umkehren und von dir Zeugnis geben können.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

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