Apr 252020
 
 Posted by on 25. Apr. 2020

Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.

(Aus dem Tagesevangelium)

Herr Jesus Christus,
zeige dich uns in unserem Alltag und unserer Arbeit,
öffne uns die Augen für deine Einladung an jedem neuen Morgen,
mache unsere Vergeblichkeit zum Ausgangspunkt für deine Möglichkeiten.
Amen.

Apr 102020
 
 Posted by on 10. Apr. 2020
14. Station: Im Grab (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

14. Station: Im Grab (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

Im Johannesevangelium (Joh 19,39-42) lesen wir:

39 Es kam auch Nikodemus, der früher einmal Jesus bei Nacht aufgesucht hatte. Er brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund.  40 Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist.  41 An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war.  42 Wegen des Rüsttages der Juden und weil das Grab in der Nähe lag, setzten sie Jesus dort bei.

Gedanken

  • Das Grab, vom Stein verschlossen.
  • Nur Finsternis.
  • Hinabgestiegen in das Reich des Todes.
  • Denn Christus ist gestorben und lebendig geworden,
    um Herr zu sein über Tote und Lebende. (Röm 14,9)
  • Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt,
    bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. (Joh 12,24)
  • Geheimnis des Glaubens: im Tod ist das Leben.

Gebet:

Herr Jesus Christus,
du gibst dich in die Gewalt des Todes,
um uns der Gewalt des Todes zu entreißen.

Du lässt dich einschließen im Dunkel des Grabes,
um das Grab für uns zu einem Zeichen der Hoffnung zu machen.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 102020
 
 Posted by on 10. Apr. 2020
13. Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen - Maria birgt ihn in ihren Armen (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

13. Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen – Maria birgt ihn in ihren Armen
(Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

Im Johannesevangelium (Joh 19,38) lesen wir:

Josef aus Arimathäa war ein Jünger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur im Verborgenen. Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu dürfen, und Pilatus erlaubte es. Also kam er und nahm den Leichnam ab.

Gedanken

  • Siehe, ich bin die Magd des Herrn;
    mir geschehe, wie du es gesagt hast. (Lk 1,38)
  • Deine Seele wird ein Schwert durchdringen. (Lk 2,35)
  • Stark wie der Tod ist die Liebe. (Hld 8,6)
  • Der Leib Christi. – Kostbarer Schatz.

Gebet:

Herr Jesus Christus,
im Tod geborgen in den Armen der Mutter,
betrauert und beweint.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 102020
 
 Posted by on 10. Apr. 2020
12. Station: Jesus stirbt am Kreuz (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

12. Station: Jesus stirbt am Kreuz (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

Im Johannesevangelium (Joh 19,33-37) lesen wir:

33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht,  34 sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite und sogleich floss Blut und Wasser heraus.  35 Und der es gesehen hat, hat es bezeugt und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres sagt, damit auch ihr glaubt.  36 Denn das ist geschehen, damit sich das Schriftwort erfüllte: Man soll an ihm kein Gebein zerbrechen.  37 Und ein anderes Schriftwort sagt: Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.

Und bei Jesaja (Jes 52,13-15) heißt es:

13 Siehe, mein Knecht wird Erfolg haben, er wird sich erheben und erhaben und sehr hoch sein.  14 Wie sich viele über dich entsetzt haben – so entstellt sah er aus, nicht mehr wie ein Mensch, seine Gestalt war nicht mehr die eines Menschen – ,  15 so wird er viele Nationen entsühnen, Könige schließen vor ihm ihren Mund. Denn was man ihnen noch nie erzählt hat, das sehen sie nun; was sie niemals hörten, das erfahren sie jetzt.

Gedanken

Das Kreuz des Königs ragt empor
und sein Geheimnis leuchtet auf:
Das Leben litt an ihm den Tod,
durch Tod wird Leben uns zuteil.

An diesem Holz verblutet er
als Opfer unsrer Sündenschuld:
von diesem Holz regiert der Herr
und zieht zu sich die ganze Welt.

Die Welt mit ihrer Klugheit Schein
hat Gottes Weisheit nicht erkannt;
als Torheit gilt ihr dieses Kreuz,
als große Schmach und Ärgernis.

Wir rühmen uns in Christi Kreuz
und stehn im Glauben treu zu ihm.
Wir bauen nicht auf eigne Kraft,
vertrauen fest auf seine Macht.

Wir grüßen dich, o Kreuz des Herrn,
du bist die Hoffnung unsrer Zeit;
durch dich kam Freude in die Welt,
von dir kommt Leben, Licht und Heil.

Dir, Christus singen wir das Lob,
der du am Kreuz gestorben bist,
dir, Vater, mit dem Heilgen Geist
sei Preis und Ruhm in Ewigkeit.

[Nach dem Hymnus „Vexilla regis prodeunt“ von Venantius Fortunatus (+ nach 600)
übertragen von Bernardin Schellenberger]

Gebet:

Herr Jesus Christus, wir danken dir,
dass du Leiden und Tod auf dich genommen
und die Sünden der ganzen Welt getilgt hast.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 092020
 
 Posted by on 09. Apr. 2020
11. Station: Festgenagelt (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

11. Station: Festgenagelt (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

Im Psalm (Ps 22,17f) lesen wir:

Sie haben mir Hände und Füße durchbohrt. Ich kann all meine Knochen zählen; sie gaffen und starren mich an.

Gedanken:

  • Was für ein „Dienst“,
    einem Verurteilten die Nägel durch die Gelenke zu treiben.
  • Der Mann in rot „starrt“.
    Zufrieden, nachdenklich oder analysierend (?)
    Er zeigt auf Jesus: „Wenn du Gottes Sohn bist …“
  • Und doch wirkt sein Zeigefinger wie der Johannes des Täufers:
    „Seht, das Lamm Gottes!“

Gebet:

Herr Jesus Christus,
du lässt dich festnageln auf dein Wort,
auf deine Liebe, die niemals aufhört,
ans Kreuz.

Andere festzunageln auf ihr Wort,
jedes Wort auf die Goldwaage zu legen,
sie nach ihren Worten
zu etikettieren, in Schubladen zu zwingen,
zu verurteilen und medial hinzurichten,
Das ist heute mindestens genauso üblich.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 082020
 
 Posted by on 08. Apr. 2020
10. Station: Würfeln um das letzte Hemd (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

10. Station: Würfeln um das letzte Hemd (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

Im Lukasevangelium (Lk 23,34) lesen wir:

Um seine Kleider zu verteilen, warfen sie das Los.

Gedanken:

  • Angekommen, leer, aber aufrecht.
  • Jetzt wird verwertet, was verwertet werden kann.
  • Die Würfel sind gefallen.
  • Die Soldaten bleiben auch hier ganz im Hintergrund
    und wirken doch seltsam feierlich,
    als schickten sie sich an,
    ein Denkmal – das Allerheiligste – zu enthüllen.
  • Der Mann in rot hat scheinbar gewonnen,
    sein Gesicht hat er verloren.

Gebet:

Herr Jesus Christus, du stehst aufrecht
auch mit denen und für die,
die täglich bloßgestellt
und ihrer Würde beraubt werden sollen.

Du zeigst dich als wahres Abbild Gottes – Gottes Sohn.
Hilf uns,
dass auch wir uns als Gottes Kinder erweisen
und uns nicht selbst der Würde berauben,
die Gott uns geschenkt hat.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 072020
 
 Posted by on 07. Apr. 2020
9. Station: Am Boden (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

9. Station: Am Boden (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

Im Psalm (Ps 22,7.15f) lesen wir:

7 Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, der Leute Spott, vom Volk verachtet.
15 Hingeschüttet bin ich wie Wasser, gelöst haben sich all meine Glieder, mein Herz ist geworden wie Wachs, in meinen Eingeweiden zerflossen.  16 Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe, die Zunge klebt mir am Gaumen, du legst mich in den Staub des Todes.

Gedanken:

  • Jesus, vom Kreuz erschlagen.
  • Allein mit zwei Paar Stiefeln und noch ein Tritt.
  • Jesus am Boden, zu Grunde gegangen.
  • Der Boden ist rot wie Blut
    oder wie die Liebe Gottes, die trotzdem da ist.

Gebet:

Herr Jesus Christus,
ich weiß nicht, was du fühlst und denkst,
ich weiß nicht, was ich denken soll.
Ich bin schockiert, dich so zu sehen.

Wie oft sehe ich schockiert, gelähmt, abgestumpft
Bilder von anderen, hoffnungslos am Boden
und entschuldige mich, dass ich nichts tun kann.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 062020
 
 Posted by on 06. Apr. 2020
8. Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

8. Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

Im Lukasevangelium (Lk 23,27-31) lesen wir:

27 Es folgte ihm eine große Menge des Volkes, darunter auch Frauen, die um ihn klagten und weinten.  28 Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: Töchter Jerusalems, weint nicht über mich; weint vielmehr über euch und eure Kinder!  29 Denn siehe, es kommen Tage, da wird man sagen: Selig die Frauen, die unfruchtbar sind, die nicht geboren und nicht gestillt haben.  30 Dann wird man zu den Bergen sagen: Fallt auf uns! und zu den Hügeln: Deckt uns zu!  31 Denn wenn das mit dem grünen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem dürren werden?

Gedanken:

  • Die klagenden Frauen werden von dem Soldaten auf Distanz gehalten.
  • Jesus weist auf die Frau mit dem Kind auf dem Arm.
  • Sie weint nicht über ihn,
    aber ihr Blick ist leer, verzweifelt, gehetzt, wie auf der Flucht.
  • Auch ihr Kind wirkt weinerlich, verängstigt.
  • Die Osterglocke in seiner Hand
    wirkt fast wie ein Judenstern.
    Oder ist sie tröstliches Zeichen der Hoffnung?
  • Jesus teilt das Schicksal der Verfolgung schon als Kind durch Herodes.
    Und er teilt es jetzt auf seinem Kreuzweg.
    Und jetzt schon ist er solidarisch mit denen, die sein Schicksal teilen werden.

Gebet:

Herr Jesus Christus,
das Kreuz tragend, daran aufgerichtet
berührst du ganz sacht das Kind am Arm:
„Kommt alle zu mir, …“

Hilf mir,
dass ich mich trösten lasse von dir und deinem Kreuz,
dass ich glauben kann: Im Kreuz ist Heil.
dass ich über mich nicht das Leid der anderen vergesse.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 052020
 
 Posted by on 05. Apr. 2020
7. Station: Jesus fällt zum zweiten Mal (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

7. Station: Jesus fällt zum zweiten Mal (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

Im Psalm (Ps 130,1-2) beten wir:

Aus den Tiefen rufe ich, HERR, zu dir:  Mein Herr, höre doch meine Stimme!

Gedanken:

  • Jesus, unter der Last des Kreuzes zusammengebrochen,
    den Blick zum Himmel gerichtet,
    den Mund geöffnet – zum Gebet, zum Hilferuf.
  • Der Soldat – oder ist es der ins Taumeln geratene Simon (?) –
    scheint sich am Kreuz festzuhalten.
  • Der rätselhafte Mann in rot kniet nun vor dem Kreuz.
    Will er es aufrichten oder stützt er sich darauf?
    Und sein Gesicht, – spiegelt es Missmut, Angst oder Trauer?

Gebet:

Herr Jesus Christus, du liegst am Boden
und du vertraust dich dem Vater an.

Der Glaube sagt mir: Du gibst mir ein Beispiel.
Du lässt mich nicht allein, wenn ich falle und am Boden liege.
Der Zweifel aber verhüllt mir deine Gegenwart
und die Liebe des Vaters.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 042020
 
 Posted by on 04. Apr. 2020
6. Station: Wahres Abbild (Veronika) (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

6. Station: Wahres Abbild – Das Schweißtuch der Veronika
(Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

In den Psalmen (Ps 27,8 und Ps 80,4||8||20) beten wir:

Mein Herz denkt an dich: Suchet mein Angesicht! Dein Angesicht, HERR, will ich suchen.
Gott, stelle uns wieder her! Lass dein Angesicht leuchten und wir sind gerettet!

Gedanken:

  • Vorhang und Zwischenruf: Bedenkt, was hier geschieht, ist zu unserem Heil!
  • In Jesus wendet sich Gott uns zu. Jesus heißt: Gott heilt, Gott rettet.
  • Im Schweißtuch der Veronika hat sich Jesu Antlitz abgebildet.
    Übergroß hält sie es, sich selbst davor verneigend, allen hin, die auf Rettung hoffen.
  • Die anderen, ehrfürchtig auf das Bild schauend, sind Menschen,
    die Rettung suchen oder ihr Heil in Jesus gefunden haben.

Gebet:

Herr Jesus Christus,
du bist es, der Heil und Rettung bringt –
durch dein Leben, dein Leiden, dein Sterben.

Lass mich dein Angesicht sehen;
nicht nur in frommen Bildern,
nicht nur im Brot der Eucharistie,
sondern in jedem Menschen –
in den Fröhlichen, den Leidenden, den Sterbenden.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 032020
 
 Posted by on 03. Apr. 2020
5. Station: Helfen - Simon und Veronika (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

5. Station: Helfen – Simon und Veronika (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

Im Markusevangelium (Mk 15,21) lesen wir:

Einen Mann, der gerade vom Feld kam, Simon von Kyrene, den Vater des Alexander und des Rufus, zwangen sie, sein Kreuz zu tragen.

Gedanken:

  • Simon kann helfen, er ist stark.
    Er wird gezwungen, nicht gefragt.
    In der Gemeinde des Markus ist er offenbar bekannt, mindestens kennt man seine Söhne: Alexander und Rufus.
    Mir bleibt er verborgen; hinter dem Kreuz, hinter seinem Helfen.
  • Der Soldat könnte helfen.
    Er tut es nicht, aber er nutz seine Macht, um Hilfe zu schaffen;  mit Gewalt.
    Sein Gesicht ist nicht zu erkennen; dafür seine Fäuste.
  • Die Frau mit dem Tuch will helfen.
    Sie schaut Jesus an – fragend, mitfühlend, ein Tuch in den Händen haltend.
  • Jesus erwidert ihren Blick.
    Das Kreuz hält er, befreit durch die Hilfe Simons, nur noch mit einem Arm auf der Schulter.
    Den anderen Arm streckt er Veronika entgegen, das Tuch ergreifend, das sie ihm reicht.
  • Der Mann in rot sieht mich ängstlich an, verwirrt, überfordert.
    Entsetzt wendet er sich ab, unfähig, der Situation gerecht zu werden.

Gebet:

Herr Jesus Christus,
in all diesen Menschen erkenne ich mich auch selbst wieder.

Angesichts von Leid und Not überall auf der Welt,
will ich mich abwenden.

Schnell schiebe die Verantwortung auf andere,
setze sie unter Druck.

Manchmal fühle ich mich zum Helfen gezwungen.
Die Erwartungen anderer setzen mich unter Druck.

Herr, hilf mir, dass es mir öfter gelingt,
nach der Not anderer zu fragen und meine Hilfe anzubieten.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 022020
 
 Posted by on 02. Apr. 2020
4. Station: Jesus begegnet seiner Mutter (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

4. Station: Jesus begegnet seiner Mutter (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

Im Johannesevangelium (Joh 19,25-27) lesen wir:

Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus die Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zur Mutter: Frau, siehe, dein Sohn!  Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

Gedanken:

  • Menschen am Kreuzweg – wohl die, von denen Johannes schreibt.
    • Maria – blind vor Weinen und doch ohne Tränen
      sich ausstreckend,  nach Jesus oder nach Gott(?)
      sich am Kreuz festhaltend
    • der Lieblingsjünger – an der Seite Marias
      sie haltend, stützend, den Blick auf sie gerichtet
    • die anderen Frauen – miteinander im Gespräch
      Maria im Blick
    • der Soldat – im Dunkel stehend
      Was er wohl denkt?
  • beim Kreuz stehen
    bei Jesus, der das Kreuz trägt
  • bei Maria sein, die sich von ihm nicht trennen kann
  • einander beistehen

Gebet:

Herr Jesus Christus, du trägst das Kreuz
und alle, die sich daran festhalten.

Deine Kraft und Stärke spüren alle, die bei dir und deinem Kreuz stehen,
– freiwillig oder unfreiwillig.

Du stehst denen bei, die einander beistehen.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 012020
 
 Posted by on 01. Apr. 2020
3. Station: Jesus fällt unter dem Kreuz (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

3. Station: Jesus fällt unter dem Kreuz (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

Bei Jesaja (Jes 53,4) lesen wir:

Er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt.

Gedanken:

  • Jesus unter dem Kreuz, sich erhebend, wie gerade erst aufgewacht, aufgewacht in einem Bösen Traum.
    Hatte er unterschätzt, worauf er sich einließ?
  • Der Blick Jesu – in die Ferne gerichtet,
    • fragend: was kommt da auf mich zu?
    • suchend: Mein Gott, wo bist du?
    • oder aufmerksam, gesammelt auf das Ziel gerichtet?
  • Der Soldat – missmutig, fordernd: Halt uns nicht auf!
    Sein Stiefel: Mach, dass du weiter kommst!
  • Der andere – ratlos, fragend: was geschieht hier?
    Redet er auf Jesus ein? Tröstend, mitleidig, beruhigend, Ratschläge gebend?
    Aber sein Fuß drückt Jesus weiter nieder, hält ihn auf Abstand.

Gebet:

Herr Jesus Christus,
mir geht es oft so, dass ich „auf die Nase falle“,
weil ich die Dinge zu leicht nehme,
und dann stürzen sie über mir zusammen
und ich frage mich: wie konnte das passieren?

Und dann gibt es die, die mich ihren Unmut spüren lassen,
weil ich sie enttäuscht habe,
und die anderen, die mich mit Ratschlägen bombardieren,
weil sie es immer schon wussten…

Aber auch du bist da.
Du drängst dich nicht auf.
Aber wenn ich mich darauf besinne,
höre ich dich leise sagen:
Komm, steh auf, es geht weiter, ich bin bei dir.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

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