Gottesdienst

Apr 062020
 
 Posted by on 06. Apr. 2020
8. Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen

8. Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen

Im Lukasevangelium (Lk 23,27-31) lesen wir:

 27 Es folgte ihm eine große Menge des Volkes, darunter auch Frauen, die um ihn klagten und weinten.  28 Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: Töchter Jerusalems, weint nicht über mich; weint vielmehr über euch und eure Kinder!  29 Denn siehe, es kommen Tage, da wird man sagen: Selig die Frauen, die unfruchtbar sind, die nicht geboren und nicht gestillt haben.  30 Dann wird man zu den Bergen sagen: Fallt auf uns! und zu den Hügeln: Deckt uns zu!  31 Denn wenn das mit dem grünen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem dürren werden?

Gedanken:

  • Die klagenden Frauen werden von dem Soldaten auf Distanz gehalten.
  • Jesus weist auf die Frau mit dem Kind auf dem Arm.
  • Sie weint nicht über ihn,
    aber ihr Blick ist leer, verzweifelt, gehetzt, wie auf der Flucht.
  • Auch ihr Kind wirkt weinerlich, verängstigt.
  • Die Osterglocke in seiner Hand
    wirkt fast wie ein Judenstern.
    Oder ist sie tröstliches Zeichen der Hoffnung?
  • Jesus teilt das Schicksal der Verfolgung schon als Kind durch Herodes.
    Und er teilt es jetzt auf seinem Kreuzweg.
    Und jetzt schon ist er solidarisch mit denen, die sein Schicksal teilen werden.

Gebet:

Herr Jesus Christus,
das Kreuz tragend, daran aufgerichtet
berührst du ganz sacht das Kind am Arm:
„Kommt alle zu mir, …“

Hilf mir,
dass ich mich trösten lasse von dir und deinem Kreuz,
dass ich glauben kann: Im Kreuz ist Heil.
dass ich über mich nicht das Leid der anderen vergesse.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 062020
 
 Posted by on 06. Apr. 2020

Ausgehend von den
gottesdienstlichen Lesungen des kommenden Sonntags,
wollen wir fragen,
was die mit unserem Leben und unserer Zeit zu tun haben.

Diese Überlegungen können der Predigt ein breiteres Fundament geben und die Fürbitten, zu dem werden lassen, was sie sein sollen: nämlich das Gebet der Gläubigen, also der Gemeinde und nicht des Pfarrers oder der Gottesdienstbeauftragten.
Auf diese Weise kann der Sonntagsgottesdienst besser vorbereitet und aktiver mitgefeiert werden.
Eingeladen sind alle, die dem Wort Gottes mehr Raum in ihrem Leben geben wollen, die sich eine stärkere Verbindung von Gottesdienst und Alltag wünschen, sich intensiv auf den Sonntagsgottesdienst vorbereiten wollen oder an der Teilnahme am Sonntagsgottesdienst gehindert sind.

Diese Zusammenkunft entfällt vorläufig wegen der Corona-Prophylaxe.
Natürlich können sie sich die Texte unter dem Link auch zu Hause ansehen und sich folgende Fragen stellen:

  • Welche Fragen habe ich an den Text?
  • Was bewegt mich beim Lesen?
  • Woran bleibe ich hängen?
  • Welche Gefühle werden in mir wachgerufen?
  • An welche Situation aus meinem Leben(sumfeld) werde ich erinnert?
  • Wozu/wodurch fühle ich mich ermutigt/herausgefordert?

Wenn Sie mögen, können Sie Antworten auf die Fragen und Anmerkungen zum Text auch im Kommentarfeld hinterlassen.
Dazu müssen sie keine personenbezogenen Daten eingeben.
Die Kommentare werden nicht automatisiert freigeschaltet und spätestens am 8. Tag (gewöhnlich montags) gelöscht.

Apr 052020
 
 Posted by on 05. Apr. 2020
7. Station: Jesus fällt zum zweiten Mal

7. Station: Jesus fällt zum zweiten Mal

Im Psalm (Ps 130,1-2) beten wir:

Aus den Tiefen rufe ich, HERR, zu dir:  Mein Herr, höre doch meine Stimme!

Gedanken:

  • Jesus, unter der Last des Kreuzes zusammengebrochen,
    den Blick zum Himmel gerichtet,
    den Mund geöffnet – zum Gebet, zum Hilferuf.
  • Der Soldat – oder ist es der ins Taumeln geratene Simon (?) –
    scheint sich am Kreuz festzuhalten.
  • Der rätselhafte Mann in rot kniet nun vor dem Kreuz.
    Will er es aufrichten oder stützt er sich darauf?
    Und sein Gesicht, – spiegelt es Missmut, Angst oder Trauer?

Gebet:

Herr Jesus Christus, du liegst am Boden
und du vertraust dich dem Vater an.

Der Glaube sagt mir: Du gibst mir ein Beispiel.
Du lässt mich nicht allein, wenn ich falle und am Boden liege.
Der Zweifel aber verhüllt mir deine Gegenwart
und die Liebe des Vaters.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 042020
 
 Posted by on 04. Apr. 2020

palmsonntag (680x510).

Vielleicht irritiert es, in den Gottesdiensten des Palmsonntag von einem grandiosen Einzug Jesu in Jerusalem zu hören und wenig später vom letzten Abendmahl, vom Verrat des Judas, von Gefangennahme, Folter und Tod Jesu. – Nicht, dass wir zu solchen Höhenflügen und anschließenden Bruchlandungen in unserer Zeit keine Parallelen fänden… Die eine oder der andere, der erst hochgejubelt und zum Messias gemacht und dann fallengelassen oder gar verdammt wird, mag sich durch diese Schicksalsgemeinschaft vielleicht getröstet fühlen. Aber hier geht es wohl doch um etwas anderes. Die Evangelisten schreiben keinen Fortsetzungsroman, sondern halten fest, was bekannt ist und deuten die Geschehnisse im Glauben. Wenn Jesus nach Jerusalem kommt, dann kommt er in die Stadt des großen Königs und doch auch an den Ort seines Sterbens. Die Inszenierung dieses Einzugs auf einem Esel in den Evangelien und das Feiern dieses Einzugs in den christlichen Gemeinden am Beginn der Karwoche ist ein Glaubensbekenntnis und eine Standortbestimmung: Der hier kommt, ist der verheißene Friedenskönig, der Messias, der Sohn Gottes. Sein Leiden und Sterben ist kein Betriebsunfall der Geschichte, sondern es ist der Weg auf dem die Solidarität Gottes mit den Menschen sich auf das äußerste konkretisiert. An mir ist es zu entscheiden, ob ich diesen Weg Gottes annehmen will, der sich solidarisch mit allen und stellvertretend für alle – auch für mich und mit mir –  zum Sündenbock macht. Wer dies so sehen und annehmen kann, sollte es nicht nötig haben, die Austreibung oder das Schlachten von weiteren Sündenböcken zu fordern. Manchmal scheinen es aber doch dieselben zu sein, die „Hosanna“ und „Kreuzige ihn“ rufen.

Anregungen und Hinweise zur Heiligen Woche

Apr 042020
 
 Posted by on 04. Apr. 2020
6. Station: Wahres Abbild (Veronika)

6. Station: Wahres Abbild – Das Schweißtuch der Veronika

In den Psalmen (Ps 27,8 und Ps 80,4||8||20) beten wir:

Mein Herz denkt an dich: Suchet mein Angesicht! Dein Angesicht, HERR, will ich suchen.
Gott, stelle uns wieder her! Lass dein Angesicht leuchten und wir sind gerettet!

Gedanken:

  • Vorhang und Zwischenruf: Bedenkt, was hier geschieht, ist zu unserem Heil!
  • In Jesus wendet sich Gott uns zu. Jesus heißt: Gott heilt, Gott rettet.
  • Im Schweißtuch der Veronika hat sich Jesu Antlitz abgebildet.
    Übergroß hält sie es, sich selbst davor verneigend, allen hin, die auf Rettung hoffen.
  • Die anderen, ehrfürchtig auf das Bild schauend, sind Menschen,
    die Rettung suchen oder ihr Heil in Jesus gefunden haben.

Gebet:

Herr Jesus Christus,
du bist es, der Heil und Rettung bringt –
durch dein Leben, dein Leiden, dein Sterben.

Lass mich dein Angesicht sehen;
nicht nur in frommen Bildern,
nicht nur im Brot der Eucharistie,
sondern in jedem Menschen –
in den Fröhlichen, den Leidenden, den Sterbenden.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 042020
 
 Posted by on 04. Apr. 2020

Solange wegen der Corona-Pandemie Ausgangsbeschränkungen gelten,
gibt es hier Anregungen für Familien, Kinder und Jugendliche:

Einzug – Gottesdienst zum Einzug Jesu in Jerusalem

Kirche für Kids – Einzug in Jerusalem
Kirche für Kids – Palme basteln

Familien-Hauskirche am Palmsonntag

Gottesdienste am Familientisch (Liturgie konkret)

Heilige Woche zuhause (Bistum Magdeburg – pdf)

Heilige Woche zuhause (Kett – pdf)

mitERleben: Erlebe Passion und Ostern auf Deinem Smartphone (jung im Bistum Magdeburg)

Im Familienkreis beten und Gottesdienst feiern (Erzbistum Köln)

Kirche für Kids – Angst ( Gründonnerstag – Jesus betet im Garten Getsemani – Gott gibt ihm Kraft)

Bibel-Gute-Nacht-Geschichten (Soundcloud: Bayern evangelisch)

Gebete mit Kindern (liturgisches Institut der Schweiz)

Siehe auch die allgemeinen Vorschläge für die Zeit bis Ostern

Hoffentlich sehen wir uns bald wieder z.B.:

          • 17. Mai Erstkommunion in Wolfen Nord (?)
          • 18. Juli Kinderwallfahrt nach Wittenberg
          • 19. Juli, 10:30 Uhr RKW-Eröffnungsgottesdienst in Bitterfeld mit Band „Takt 14“
          • 26. Juli, 10:30 Uhr RKW-Abschlussgottesdienst in Bitterfeld mit RKW-Band
          • 30. August, 10:30 Uhr Familiengottesdienst mit Segnung der Schulanfänger
          • 6. September Bistumswallfahrt auf die Huysburg
          • 27. September, 10:30 Uhr Erntedankgottesdienst in Sandersdorf mit Band „Takt 14“
          • 23. Dezember, 16 Uhr Krippenspiel (Generalprobe) in Sandersdorf
          • 24. Dezember, 15 Uhr Krippenspiel in Bitterfeld
          • 26. Dezember, 16 Uhr Krippenandacht in Holzweißig
          • 27. Dezember, 10:30 Sternsingeraussendung in Bitterfeld

… weitere Kinder- und Familienangebote

Apr 032020
 
 Posted by on 03. Apr. 2020
5. Station: Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz tragen

5. Station: Helfen – Simon und Veronika

Im Markusevangelium (Mk 15,21) lesen wir:

Einen Mann, der gerade vom Feld kam, Simon von Kyrene, den Vater des Alexander und des Rufus, zwangen sie, sein Kreuz zu tragen.

Gedanken:

  • Simon kann helfen, er ist stark.
    Er wird gezwungen, nicht gefragt.
    In der Gemeinde des Markus ist er offenbar bekannt, mindestens kennt man seine Söhne: Alexander und Rufus.
    Mir bleibt er verborgen; hinter dem Kreuz, hinter seinem Helfen.
  • Der Soldat könnte helfen.
    Er tut es nicht, aber er nutz seine Macht, um Hilfe zu schaffen;  mit Gewalt.
    Sein Gesicht ist nicht zu erkennen; dafür seine Fäuste.
  • Die Frau mit dem Tuch will helfen.
    Sie schaut Jesus an – fragend, mitfühlend, ein Tuch in den Händen haltend.
  • Jesus erwidert ihren Blick.
    Das Kreuz hält er, befreit durch die Hilfe Simons, nur noch mit einem Arm auf der Schulter.
    Den anderen Arm streckt er Veronika entgegen, das Tuch ergreifend, das sie ihm reicht.
  • Der Mann in rot sieht mich ängstlich an, verwirrt, überfordert.
    Entsetzt wendet er sich ab, unfähig, der Situation gerecht zu werden.

Gebet:

Herr Jesus Christus,
in all diesen Menschen erkenne ich mich auch selbst wieder.

Angesichts von Leid und Not überall auf der Welt,
will ich mich abwenden.

Schnell schiebe die Verantwortung auf andere,
setze sie unter Druck.

Manchmal fühle ich mich zum Helfen gezwungen.
Die Erwartungen anderer setzen mich unter Druck.

Herr, hilf mir, dass es mir öfter gelingt,
nach der Not anderer zu fragen und meine Hilfe anzubieten.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 022020
 
 Posted by on 02. Apr. 2020
4. Station: Jesus begegnet seiner Mutter

4. Station: Jesus begegnet seiner Mutter

Im Johannesevangelium (Joh 19,25-27) lesen wir:

Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus die Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zur Mutter: Frau, siehe, dein Sohn!  Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

Gedanken:

  • Menschen am Kreuzweg – wohl die, von denen Johannes schreibt.
    • Maria – blind vor Weinen und doch ohne Tränen
      sich ausstreckend,  nach Jesus oder nach Gott(?)
      sich am Kreuz festhaltend
    • der Lieblingsjünger – an der Seite Marias
      sie haltend, stützend, den Blick auf sie gerichtet
    • die anderen Frauen – miteinander im Gespräch
      Maria im Blick
    • der Soldat – im Dunkel stehend
      Was er wohl denkt?
  • beim Kreuz stehen
    bei Jesus, der das Kreuz trägt
  • bei Maria sein, die sich von ihm nicht trennen kann
  • einander beistehen

Gebet:

Herr Jesus Christus, du trägst das Kreuz
und alle, die sich daran festhalten.

Deine Kraft und Stärke spüren alle, die bei dir und deinem Kreuz stehen,
– freiwillig oder unfreiwillig.

Du stehst denen bei, die einander beistehen.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Apr 022020
 
 Posted by on 02. Apr. 2020

Kruzifix in der Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld (Ausschnitt)

Die Passion weist uns auf das Leiden Jesu damals, aber auch heute in seinen „leidenden Schwestern und Brüdern“ und auf die Leidenschaft Gottes für uns. Er verlässt uns nicht. Nicht in Hunger, Terror und Krieg, dem so viele Menschen auf der Welt ausgeliefert sind, und auch nicht in der Krise der Pandemie.

Jesus sagt: Ich bin bei euch, alle Tage, bis zum Ende der Welt. (Mt 28,20)

Seien wir auch bei ihm! Lassen wir uns von ihm anschauen, trösten, aufrichten und ermutigen!

Zum Beispiel:

Palmsonntag

Gründonnerstag

  • durch eine häusliche Agapefeier mit Brot und Wein am Gründonnerstag

Karfreitag

  • am Karfreitag (nach 12 Uhr) durch einen Besuch in der Pfarrkirche und ein stilles Gebet vor dem wieder enthüllten Kreuz
    – vielleicht bringen Sie auch Blumen mit
    Sie können am Karfreitag die Johannespassion lesen und das Kreuz enthüllen.

Ostern

  • am Ostersonntag durch das Entzünden des Osterlichts zu Hause oder in der Kirche
    • in der Pfarrkirche wird die Osterkerze den ganzen Tag über brennen
    • in Sandersdorf, Holzweißig und Gräfenhainichen von 9-11 Uhr

Gott, unser Vater,
schau gnädig herab auf deine Familie,
für die unser Herr Jesus Christus
sich freiwillig in die Hände der Sünder überliefert
und die Marter des Kreuzes erduldet hat.
Er, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Amen.

Apr 012020
 
 Posted by on 01. Apr. 2020
3. Station: Jesus fällt unter dem Kreuz

3. Station: Jesus fällt unter dem Kreuz

Bei Jesaja (Jes 53,4) lesen wir:

Er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt.

Gedanken:

  • Jesus unter dem Kreuz, sich erhebend, wie gerade erst aufgewacht, aufgewacht in einem Bösen Traum.
    Hatte er unterschätzt, worauf er sich einließ?
  • Der Blick Jesu – in die Ferne gerichtet,
    • fragend: was kommt da auf mich zu?
    • suchend: Mein Gott, wo bist du?
    • oder aufmerksam, gesammelt auf das Ziel gerichtet?
  • Der Soldat – missmutig, fordernd: Halt uns nicht auf!
    Sein Stiefel: Mach, dass du weiter kommst!
  • Der andere – ratlos, fragend: was geschieht hier?
    Redet er auf Jesus ein? Tröstend, mitleidig, beruhigend, Ratschläge gebend?
    Aber sein Fuß drückt Jesus weiter nieder, hält ihn auf Abstand.

Gebet:

Herr Jesus Christus,
mir geht es oft so, dass ich „auf die Nase falle“,
weil ich die Dinge zu leicht nehme,
und dann stürzen sie über mir zusammen
und ich frage mich: wie konnte das passieren?

Und dann gibt es die, die mich ihren Unmut spüren lassen,
weil ich sie enttäuscht habe,
und die anderen, die mich mit Ratschlägen bombardieren,
weil sie es immer schon wussten…

Aber auch du bist da.
Du drängst dich nicht auf.
Aber wenn ich mich darauf besinne,
höre ich dich leise sagen:
Komm, steh auf, es geht weiter, ich bin bei dir.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Mrz 312020
 
 Posted by on 31. Mrz. 2020
2. Station: Jesus stellt sich dem Kreuz und nimmt es an

2. Station: Jesus stellt sich dem Kreuz und nimmt es an

Im Johannesevangelium (Joh 19,16f) lesen wir:

16 Da lieferte er (Pilatus) ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt würde. Sie übernahmen Jesus.  17 Und er selbst trug das Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgota heißt.

Gedanken:

  • Die Soldaten: gesichtslos.
  • Die anderen: ängstlich, traurig, Zuflucht suchend.
  • Der den Befehl gibt: fast unsichtbar, sich an ein Stück Papier klammernd –
    dämonische Macht.
  • Jesus sieht dem Kommenden aufrecht entgegen,
    vielleicht mit Unsicherheit und mit Angst,
    aber er ist entschlossen.

Gebet:

Herr Jesus Christus, du drückst dich nicht.
Du bist Mensch geworden –
nicht zum Spaß oder als Experiment:
Du willst das Leben mit uns teilen
in guten und in bösen Tagen – bis zum Ende.
Du willst den Weg gehen für MICH und für ALLE,
mit MIR und mit ALLEN.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

Mrz 302020
 
 Posted by on 30. Mrz. 2020
1. Station

1. Station – Jesus wird zum Tode verurteilt – Pilatus wäscht sich die Hände

Im Matthäusevangelium (Mt 27,11-25) lesen wir:

Das Verhör vor Pilatus  11 Als Jesus vor dem Statthalter stand, fragte ihn dieser: Bist du der König der Juden? Jesus antwortete: Du sagst es.  12 Als aber die Hohepriester und die Ältesten ihn anklagten, gab er keine Antwort.  13 Da sagte Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, was sie dir alles vorwerfen?  14 Er aber antwortete ihm auf keine einzige Frage, sodass der Statthalter sehr verwundert war.  15 Jeweils zum Fest pflegte der Statthalter einen Gefangenen freizulassen, den das Volk verlangte.  16 Damals war gerade ein berüchtigter Mann namens Jesus Barabbas im Gefängnis.  17 Pilatus fragte nun die Menge, die zusammengekommen war: Was wollt ihr? Wen soll ich freilassen, Jesus Barabbas oder Jesus, den man den Christus nennt?  18 Er wusste nämlich, dass man Jesus nur aus Neid an ihn ausgeliefert hatte.  19 Während Pilatus auf dem Richterstuhl saß, sandte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit jenem Gerechten! Ich habe heute seinetwegen im Traum viel gelitten.  20 Inzwischen überredeten die Hohepriester und die Ältesten die Menge, die Freilassung des Barabbas zu fordern, Jesus aber hinrichten zu lassen.  21 Der Statthalter fragte sie: Wen von beiden soll ich freilassen? Sie riefen: Barabbas!  22 Pilatus sagte zu ihnen: Was soll ich dann mit Jesus tun, den man den Christus nennt? Da antworteten sie alle: Ans Kreuz mit ihm!  23 Er erwiderte: Was für ein Verbrechen hat er denn begangen? Sie aber schrien noch lauter: Ans Kreuz mit ihm!  24 Als Pilatus sah, dass er nichts erreichte, sondern dass der Tumult immer größer wurde, ließ er Wasser bringen, wusch sich vor allen Leuten die Hände und sagte: Ich bin unschuldig am Blut dieses Menschen. Das ist eure Sache!  25 Da rief das ganze Volk: Sein Blut – über uns und unsere Kinder!  26 Darauf ließ er Barabbas frei, Jesus aber ließ er geißeln und lieferte ihn aus zur Kreuzigung.

Gedanken:

  • Da sind so viele, die tun nur ihre Pflicht. Vielleicht mit schlechtem Gewissen.
  • Da sind andere voll Bosheit – oder wollen sie nur anderen gefallen?
  • Da ist eine, nicht zu sehen, die das nicht gutheißt.
  • Da ist Jesus, er schweigt, schaut mich an.
  • Und ich?

Gebet:

Herr Jesus, du schaust mich an, du fragst mich: Was tust du?
Du, Herr bist bereit, für mich ALLES auf dich zu nehmen, –
für MICH und für ALLE.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

 

Mrz 292020
 
 Posted by on 29. Mrz. 2020

Kruzifix in der Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld (Ausschnitt)

Die Passionszeit lädt in besonderer Weise dazu ein, den Kreuzweg zu beten. Die Pfarrkirche ist auch dazu tagsüber geöffnet. Eine Kreuzwegandacht finden Sie im Gotteslob unter Nr. 683/684.

Aktuell finden Sie dort zwei Vorschläge für Kreuzwegandachten von MISEREOR. Diese Hefte „Kreuzweg für Kinder“ und „Kreuzweg für Erwachsene“ dürfen Sie auch mit nach Hause nehmen.

Kreuzwegheft Erwachsene

Kreuzweg herunterladen

Kreuzweg für Kinder

Kreuzweg herunterladen

 

 

 

 

 

 

 

Wenn wir den Kreuzweg beten, geht es nicht nur darum, sich daran zu erinnern, was vor 2000 Jahren mit Jesus geschehen ist. Es geht darum wahrzunehmen, dass auch heute Menschen leiden: Im Libanon, in Syrien, weltweit, – in diesen Tagen ganz besonders unter der Corona-Pandemie; auch bei uns. Da haben andere und vielleicht auch wir selbst ein „schweres Kreuz zu tragen“. Jesus ist zur Welt gekommen, um uns beizustehen und mitzutragen. Auch heute!

Hier wird täglich eine Station des Bitterfelder Kreuzweges mit einem kurzen Impuls veröffentlicht.

 

Mrz 202020
 
 Posted by on 20. Mrz. 2020

20./21. März 2020 (eingeschränkt)
Sie können sich auch zu Hause mit der weltweiten Gebetsgemeinschaft verbinden!
Jesus sagt: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
Vertrauen wir uns selbst und einander und diese ganze Welt ihm an.
24 Stunden für den Herrn in Bitterfeld

24 Stunden für den Herrn in Bitterfeld

24 Stunden für den Herrn in Sandersdorf

24 Stunden für den Herrn in Sandersdorf

Mrz 182020
 
 Posted by on 18. Mrz. 2020

Infolge der Corona-Virus-Krise und aufgrund entsprechender behördlicher Anordnung von staatlicher und kirchlicher Seite sind zunächst

bis zum 30. April 2020
sämtliche Gottesdienste, Veranstaltungen und Treffen

in unseren Gemeinden

ABGESAGT!

Wir laden alle Gläubigen ein, sich zu Hause und im Gebet mit der Kirche und der Gemeinde geistlich zu verbinden.

Unsere Pfarrkirche Herz Jesu in Bitterfeld wollen wir weiterhin tagsüber zum persönlichen Gebet offenhalten.

Während der Beichtzeiten sind auch andere Kirchen geöffnet.

Wir Priester feiern stellvertretend für alle die Eucharistie im kleinsten Rahmen.

 

Aus der Kathedrale in Magdeburg wird sonntags 10 Uhr die Hl. Messe per Livestream übertragen.
Weitere Angebote werden folgen unter  bistum-magdeburg.de und facebook.com/BistumMagdeburg.

 

Die Seelsorge in Notfällen soll weiterhin gewährleistet bleiben (insbesondere Beichtgespräch, Krankensalbung, Sterbebegleitung, Beisetzungen).

Bitte wenden Sie sich bei Bedarf an das Pfarrbüro, soweit möglich telefonisch (03493 / 222 89) oder per Mail (info@heilige-familie.net)
oder an die einzelnen Seelsorgerinnen und Seelsorger.

 

Andreas Ginzel, Pfarrer

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