Apr 032020
 
 Posted by on 03. Apr. 2020
5. Station: Helfen - Simon und Veronika (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

5. Station: Helfen – Simon und Veronika (Pfarrkirche Herz Jesu, Bitterfeld von Ivo Janacek)

Im Markusevangelium (Mk 15,21) lesen wir:

Einen Mann, der gerade vom Feld kam, Simon von Kyrene, den Vater des Alexander und des Rufus, zwangen sie, sein Kreuz zu tragen.

Gedanken:

  • Simon kann helfen, er ist stark.
    Er wird gezwungen, nicht gefragt.
    In der Gemeinde des Markus ist er offenbar bekannt, mindestens kennt man seine Söhne: Alexander und Rufus.
    Mir bleibt er verborgen; hinter dem Kreuz, hinter seinem Helfen.
  • Der Soldat könnte helfen.
    Er tut es nicht, aber er nutz seine Macht, um Hilfe zu schaffen;  mit Gewalt.
    Sein Gesicht ist nicht zu erkennen; dafür seine Fäuste.
  • Die Frau mit dem Tuch will helfen.
    Sie schaut Jesus an – fragend, mitfühlend, ein Tuch in den Händen haltend.
  • Jesus erwidert ihren Blick.
    Das Kreuz hält er, befreit durch die Hilfe Simons, nur noch mit einem Arm auf der Schulter.
    Den anderen Arm streckt er Veronika entgegen, das Tuch ergreifend, das sie ihm reicht.
  • Der Mann in rot sieht mich ängstlich an, verwirrt, überfordert.
    Entsetzt wendet er sich ab, unfähig, der Situation gerecht zu werden.

Gebet:

Herr Jesus Christus,
in all diesen Menschen erkenne ich mich auch selbst wieder.

Angesichts von Leid und Not überall auf der Welt,
will ich mich abwenden.

Schnell schiebe die Verantwortung auf andere,
setze sie unter Druck.

Manchmal fühle ich mich zum Helfen gezwungen.
Die Erwartungen anderer setzen mich unter Druck.

Herr, hilf mir, dass es mir öfter gelingt,
nach der Not anderer zu fragen und meine Hilfe anzubieten.

Komm, Herr Jesus, und steh uns bei,
dass wir allezeit mit dir leben
und in das Reich deines Vaters gelangen.

Amen.

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