Mrz 262020
 
 Posted by on 26. Mrz. 2020
Franziskus am Sonntag über dem leeren Petersplatz - hier wird er am Freitag einen Gebetsgottesdienst halten (Vatican Media)

Franziskus am Sonntag über dem leeren Petersplatz – hier wird er am Freitag einen Gebetsgottesdienst halten (Vatican Media)

Papst Franziskus hat für kommenden Freitag um 18.00 Uhr zu einem weltweiten Gebet im Zeichen der Corona-Pandemie aufgerufen. Bereits am vergangenen Sonntag hat er dazu eingeladen, sich mit ihm im Gebet zu verbinden. (Mehr auf der Seite von Vatican Media)

Hier kann dieses Gebet live mitverfolgt werden.

In diesen „Tagen der Prüfung“ sei es an der Zeit, „die Stimmen zum Himmel zu vereinen“, so der Papst. Mit der gleichen Intention kündigte er für Freitag (27. März) um 18.00 Uhr eine Andacht auf dem leeren Vorplatz des Petersdoms an. Er werde am Ende den feierlichen Segen Urbi et orbi spenden, der nur zu besonderen Gelegenheiten üblich ist. Angesichts der Pandemie bestehe so die Möglichkeit, einen vollständigen Ablass zu erhalten; darunter versteht die katholische Kirche einen Erlass von Strafen im Jenseits.

 

 

Franziskus rief die Christen auf, der Ausbreitung des Virus mit „Mitgefühl und Zärtlichkeit“ zu begegnen. „Bleiben wir vereint“, mahnte er am Schluss seiner Ansprache. Bereits in seiner Sonntagsfrühmesse hatte er sich der Corona-Krise gewidmet. Er sei den Familien nahe, die sich wegen der aktuellen Schutzbestimmungen nicht von ihren toten Angehören verabschieden könnten, sagte er im vatikanischen Gästehaus Santa Marta. „In diesen Tagen beten wir für die Toten, Männer und Frauen, die ohne Trost allein sterben.“

Über die Bedeutung des Gebets in Zeiten der Corona-Epidemie sprach das Kirchenoberhaupt kürzlich auch in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „La Stampa“. „Das Gebet lässt uns unsere Verletzlichkeit begreifen. Es ist der Schrei der Armen, jener, die ertrinken, die sich in Gefahr fühlen, einsam“, sagte Franziskus in Bezug auf die biblische Erzählung des Seesturms. „Und in einer schwierigen, verzweifelten Situation ist es wichtig zu wissen, dass man sich am Herrn festklammern kann.“

(Quelle: Katholisch.de)

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