Feb 142018
 
 Posted by on 14. Feb. 2018

aschermittwoch

Mit dem Aschermittwoch beginnt für alle, die an Ostern getauft werden wollen, die Zeit der näheren Vorbereitung darauf. Gleichzeitig ruft die Kirche alle Getauften zu einem Neuanfang auf und meint damit vor allem, in der Freundschaft zu Jesus zu wachsen. Von der Dynamik dieses weltweiten Aufbruchs kann ich mich mitreißen lassen: Ich bin nicht allein in meinem Bemühen, meinem Suchen, meinem Ausprobieren. Mit anderen stelle ich mich neu unter das Geheimnis des Kreuzes. Die Asche ist dabei nicht nur Symbol der Vergänglichkeit, sondern auch ein Hinweis darauf, dass Gottes Heil oft ganz unscheinbar daherkommt.

Fasten, Gebet und Almosengeben sind die klassischen Hilfen für einen solchen Neuanfang in der Fastenzeit. Dabei geht es nicht um irgendwelche Höchstleistungen, sondern um die Begegnung mit Gott. Papst Franziskus stellt sie in seiner Botschaft für diese Fastenzeit dem Satz „Weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten“ (Mt 24,12) gegenüber.

Die Exerzitien im Alltag möchten helfen, darauf aufmerksam zu werden. Für sechs Wochen gibt es tägliche Gedanken und Gebete zu den Themen: sich von Gott finden lassen – das Evangelium hören und leben – im Alltag beten lernen – den „Anrufen“ im Alltag gehorchen – die kleinen Taten der Liebe tun – den Glauben heute weitergeben. Begleithefte gibt es in den Kirchen oder, wenn vergriffen, im Pfarrbüro.

Kreuzwegandachten wie der Familienkreuzweg nach Thalheim am ersten Fastensonntag können dazu ermutigen, dem Leid und den Leidenden nicht auszuweichen. Zu besonderen Kreuzwegen laden auch die Kolpingsfamilie (16.3. nach Wolfen) und die Jugend (23.3. durch Bitterfeld) ein. Wöchentliche Kreuzwegandachten gibt es in Bitterfeld, Gräfenhainichen und Roitzsch.

Zum Hohenlied, dem Buch der Bibel, das die Schönheit und Würde der Liebe in den Blick nimmt gibt es in Gräfenhainichen, Sandersdorf und Krina ökumenische Bibelwochen.

Vom zweiten bis zum fünften Fastensonntag wollen die Bußgänge aufzeigen, dass die Sünde nicht wirklich zu einem schönen Leben führt, sondern isoliert, und im Bußsakrament die Möglichkeit bieten, sich aus dieser Isolation befreien zu lassen.

Sich von Gott finden und zur Gemeinschaft und zum Leben mit ihm einladen zu lassen ist auch die Idee der 24 Stunden für den Herrn. In unserer Pfarrei und der Nachbarpfarrei Wolfen Zörbig wird es am 9./10. März wieder abwechselnd offene Kirchen und Möglichkeit zu Stille, Anbetung und Beichte geben.

Am 18. März, lädt der Misereorsonntag dazu ein die Großzügigkeit und Barmherzigkeit Gottes nachzuahmen und unsere Solidarität mit den Armen bei der Misereor-Kollekte und beim Pellkartoffeln-Essen zu zeigen.

Lassen wir uns in unseren persönlichen Bemühungen beflügeln von der Bewegung, die durch die ganze Kirche geht.

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