Nov 272015
 
 Posted by on 27. Nov. 2015

Kirchen gemeinsam zur Flüchtlingskrise

Angesichts der Flüchtlingskrise wenden sich die leitenden Geistlichen der großen Kirchen in Sachsen-Anhalt an die Bürgerinnen und Bürger des Landes. Gemeinsam bekunden sie ihre Dankbarkeit gegen über denen, die sich mit großer Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge engagieren und sie zeigen sich überzeugt, „dass die Situation bewältigt werden kann, wenn die Kräfte gebündelt werden“. Zivilcourage und Gastfreundschaft sei das, „was unsere Gesellschaft menschlich macht und was sie derzeit auch dringend braucht!“, schreiben Bischöfin Ilse Junkermann, Kirchenpräsident Joachim Liebig und Bischof Gerhard Feige.

Kind mit WeltkugelGleichwohl bringen die Geistlichen ihre große Sorge über die zunehmende Spaltung der Gesellschaft zum Ausdruck sowie über die damit einhergehende Hetze und Gewalt. Es brauche jetzt einen nüchternen Blick auf die Realität und klare, ehrliche Informationen von politischer Seite. Politikerinnen und Politiker sowie die Medien bitten sie, „für den uneingeschränkten Respekt vor der Würde jedes Menschen in Deutschland und Sachsen-Anhalt einzustehen“.

Die Kirchen im Land, so die drei weiter, sollten sich schließlich für einen stärkeren interreligiösen Dialog einsetzen, um Fremdheit abzubauen und gegenseitiges Kennenlernen zu erleichtern. Menschenfeindlichen und rechtsextremen Parolen gelte es, sich entgegenzustellen.

Download des gemeinsames Wortes

Quelle: Bistum Magdeburg

Nov 202015
 
 Posted by on 20. Nov. 2015
Ökumene gemeinsam auf dem Weg zum Jubiläums- und Gedenkjahr 2017

Hintergrund: Der Vorstand der ACK Sachsen-Anhalt hat folgende Anregung des Vorsitzenden der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Feige/Magdeburg, aufgegriffen:

„Im Blick auf das 500-jährige Reformationsgedenken 2017 könnte es sicher entkrampfend sein, wenn vorher noch so etwas wie ein Versöhnungsprozess in Gang käme, der sich den tragischen Folgen der evangelisch-katholischen Trennung und Entfremdung stellt, gewissermaßen eine ‚Reinigung des Gedächtnisses‘ bzw. ‚Heilung der Erinnerungen‘“.

ACKSaA240Diese Anregung soll in der Form eines Pilgerwegs zur Versöhnung für Sachsen-Anhalt aufgegriffen werden, um die besondere Verantwortung der Kirchen am Ursprungsort der lutherischen Reformation zum Ausdruck zu bringen. Er knüpft damit an die positiven Erfahrungen des Pilgerweges am 16. August 2013 in Lutherstadt Wittenberg zur Thematik „Den Schatz der Bibel teilen“ an. Indem zugefügte Verletzungen, die durch Worte, Bilder und Taten erfolgt sind, ausgesprochen werden, soll eine Einheit im Glauben sichtbar werden, die Christen aus allen Kirchen bestärkt, gemeinsam das Jahr 2017 zu begehen. Darüber hinaus ergeht die Einladung, ein Stück Weg in Lutherstadt Wittenberg zusammen zurückzulegen, an alle Interessierten.

7 Bischöfe und leitende Geistliche sowie weitere Teilnehmer aus insgesamt 10 Kirchen haben ihre Teilnahme zugesagt.

Pilgerweg der Versöhnung: Mittwoch, 25. November 2015 in Wittenberg
  • 18.00 Uhr Schlosskirche: Stationsandacht
  • 18.20 Uhr Pilgerweg zur katholischen St. Marienkirche
  • 18.40 Uhr St. Marienkirche: Stationsandacht
  • 19.00 Uhr Pilgerweg zur evangelischen Stadtkirche St. Marien
  • 19.15 Uhr Stadtkirche St. Marien: Versöhnungsakt der Bischöfe
  • 19.40 Uhr Abschluss im Katharinensaal mit Imbiss

(Aus der Presseerklärung der ACK in Sachsen Anhalt)

Möglichkeiten zur Anreise mit der Bahn:

Hinfahrt: von oben nach unten      //       Rückfahrt von unten nach oben     // ab Bitterfeld wieder nach unten

16:34 R 16:33 P Roi/P’roda ­21:34 P 21:34 R
16:42 16:42 Bitterfeld ­21:27 ­21:27 21:47
16:44 Greppin ­21:24 ­ 21:49
16:47 Wolfen ­21:21 ­ 21:52
16:50 Jessnitz ­21:19 ­ 21:55
16:53 Raguhn ­21:16 ­ 21:58
16:57 Marke ­21:12 ­ 22:01
16:46 M’stein ­(DE ab: 21:04) ­21:22
16:56 GHC ­(DE an:20:46) ­21:13
17:48 WB-Altstadt ­20:13 ­
(17:50) 17:14 Wittenberg   ­20:56

 

Nov 172015
 
 Posted by on 17. Nov. 2015

Seit 1931 sind die Schönstätter Marienschwestern in unserer Pfarrei aktiv. Die „die Seelsorge in Pouch, Kinderunterricht in gehobenen Klassen, Konvertitenunterricht, Besuch von Abgefallenen, Besuch zugezogener Mädchen, Fürsorge für gefährdete Kinder und Büroarbeiten“ sollten ihnen zufallen. „Auch die Errichtung eines Kindergartens war im Gespräch.“ (vgl. Festschrift zum 100. Kirchweihjubiläum). Schon vor zwei Jahren, als Sr. Gundula und Sr. Siegburgis versetzt wurden, hatte es geheißen, dass keine neuen Schwestern mehr nach Bitterfeld kommen würden.

Sr.M.Josefa-1 001 (2)Sr. M. Josefa kam im Wendejahr 1989 nach Bitterfeld und übernahm den Kindergarten im Franziskushaus, der obgleich renoviert, doch nur 30 Kindern Platz bot und kaum den erwartbaren und  nach der Wende auch geforderten baulichen und Sicherheitsstandards entsprach. So setzte sie sich von Anfang an nicht nur unermüdlich für ihre Schützlinge ein, sondern sorgte mit ihrem Engagement bei Pfarrern, Kirchenvorständen, Politikern, Firmen, Stiftungen, Privatleuten und nicht zuletzt beim Hl. Josef maßgeblich mit für den Ersatzneubau, der 1998 endlich übergeben werden konnte, sowie für die Gestaltung und stete Erweiterung des Außengeländes. In mehr als 26 Jahren hat sie so mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Vorzeigekindergarten geschaffen, der nun 70 Kindern Platz bietet und Aushängeschild für unsere Pfarrei, die Katholischen Kirche und die Caritas in der Stadt und darüber hinaus ist. Das Gesicht dazu ist Sr. M. Josefa.

Da die Provinzleitung ihr ab dem kommenden Jahr eine neue Aufgabe zugedacht und sie dem zugestimmt hat, müssen wir sie am Ende dieses Jahres als letzte und vermutlich auch dienstälteste Bitterfelder Schönstattschwester verabschieden.

Dazu gibt es zwei offizielle Termine:

Das Krippenspiel am Dienstagmorgen, dem 22. Dezember, 8 Uhr in unserer Kirche setzt den Schlusspunkt im Kindergarten. Für diesen Tag haben wir auch eine Ehrung durch die Diözesan-Caritas-Verband beantragt, der die Fachaufsicht für unsere Kita hat. Am Fest der Heiligen Familie, dem Patronatsfest der Pfarrei am Sonntag, dem 27. Dezember, um 10 Uhr wollen wir uns als Gemeinde in und nach der Hl. Messe von ihr verabschieden.

Wir tun das nicht nur mit Wehmut; vielmehr mit dem Dank für all das, was Sr. M. Josefa hier geleistet, initiiert und erbeten hat, und in der Zuversicht, dass sie uns und „ihrem“ Kindergarten über den hl. Josef verbunden bleiben wird.

AGi

 

Nov 172015
 
 Posted by on 17. Nov. 2015

Unsere schon zur Tradition gewordene jährliche Wochenend-Fahrt führte uns in diesem Jahr nach Dresden. Los ging es Samstag früh kurz nach 7 Uhr vom Bitterfelder Bahnhof über Leipzig mit dem Sachsen-Anhalt-Ticket. Nach unserer Ankunft in Dresden deponierten wir unser Gepäck und spazierten gegen 9:45 Uhr in die City – alles spielte mit: Wetter, Stimmung und sogar die Deutsche Bahn. Das gut durchdachte Programm durchkreuzten wir nur einmal zu Beginn mit einem Besuch bei „Bonita. Der Tag verlief weiter relaxt und stressfrei.
01011:30 Uhr hatten wir den Besuch der ehem. Hofkirche und jetzigen Kathedrale „St. Trinitatis“ geplant – Hier genossen wir die halbstündige Orgelmusik auf der von Gottfried Silbermann zwischen 1750 – 1753 erbauten Orgel – es war einfach schön, feierlich, ein bleibendes Erlebnis. Die Orgel konnte 1945 noch rechtzeitig durch Auslagerung in das Kloster Marienstern vor der Zerstörung gerettet werden und ist somit ein besonderer Schatz; sie umfasst 47 Register auf 3 Manualen und Pedal und hat etwa 3.000 Pfeifen.
Anschließend schlenderten wir über den Herbstmarkt, wo die Wahl für einen Mittagsimbiss aufgrund der Vielfältigkeit der angebotenen Köstlichkeiten sehr schwer fiel. (Fast) pünktlich erschienen alle vor der Frauenkirche, wo wir von 14 – 15 Uhr die Gelegenheit zur Besichtigung nutzten und wie bereits in der Kathedrale dem Gesang eines Männerchores aus dem Münsterland lauschten Nicht auf dem Plan stand dann ein kalorienreicher Hochgenuss im „Cafe Cosel“ – ein Muss bei einem Dresden-Besuch.
Gegen 17 Uhr beschlossen wir, unser Quartier bei den „Nazarethschwestern vom heiligen Franziskus“ in Goppeln aufzusuchen. Der Orden wurde von Schwester Augustina Schumacher im Dezember 1923 gegründet; am 15. Juni 1928, dem Herz-Jesu-Fest, erfolgte die Bestätigung der Kongregation der „Nazarethschwestern von der heiligen Familie“, wie sie am Anfang hieß, als Bischöfliche Diözesankongregation. Schwester Augustina gründete ein Kinderheim, ein Haus für Frauen, die unehelich ein Kind erwarteten und sorgte auch für alte Menschen. Aber auch Tätigkeiten in der Seelsorge übernahmen die Schwestern. Schwester Augustina wurde beim Einmarsch der Roten Armee in Goppeln am 8. Mai 1945 getötet: Als sie den Dienst an der Pforte des Mutterhauses übernahm, auch um ihre Mitschwestern zu schützen, gab ein vermutlich betrunkener russischer Soldat mehrere Schüsse auf sie ab, an dessen Verletzungen die starb. Ihre letzte Ruhe fand sie im Garten des Klosters in Goppeln. Ihr Wahlspruch war: „Wille Gottes über alles!“
Mit unserem Quartier hatten wir eine sehr gute Wahl getroffen und können es nur weiterempfehlen: Empfang, Zimmer und Verpflegung – schöner konnten wir es nicht treffen. Nach dem Abendessen saßen wir gemeinsam beisammen und ließen den Tag in einem gemütlichen Aufenthaltsraum im „Haus Elisabeth“ ausklingen.
Am Sonntag dann ging es nach einem guten Frühstück per Großraumtaxi ins Zentrum von Dresden, wo wir um 10:30 Uhr am Kapitelsamt teilnahmen. Der Domkapitular (i.R.) Klemens Hellmann verwies in seinen einleitenden Worten auf den verwaisten Bischofsstuhl. Einen Tag vorher, am 19. September, wurde der nur etwas über 2 Jahre als Bischof von Dresden-Meißen tätige Bischof Dr. Heiner Koch als neuer Erzbischof von Berlin in der Hedwigs-Kathedrale in sein Amt eingeführt. Wir beteten für die baldige Berufung eines Nachfolgers.
Die Teilnahme an der Hl. Messe stellte den Höhepunkt unserer Fahrt nach Dresden dar. Getragen von dieser feierlichen Atmosphäre traten wir unsere Heimreise an.

Margit Börner

 

Nov 032015
 
 Posted by on 03. Nov. 2015

In Ihrem Haus wohnen Ausländer, in Ihrer Straße Asylbewerber, Sie treffen in der Kaufhalle Migranten, Flüchtlinge. Woher die kommen, wissen Sie nur bruchstückhaft. Warum arbeiten die nicht? Woher bekommen die Geld und vor allem wieviel? Müssen sie wieder weg oder können sie bleiben? Es gibt geduldete Asylbewerber und welche, die anerkannt sind. Da sieht niemand richtig durch. Alle in einen Topf zu werfen, geht auch nicht. Wer ist was? Unter dem Namen „Bunter Bogen Bitterfeld“ bieten die christlichen Kirchen in Bitterfeld die Möglichkeit, sich genau zu informieren, was es mit den ausländischen Mitbürgern in Bitterfeld-Wolfen auf sich hat. Der erste Abend fand am 28. Mai  unter dem Thema „ALLES GEREGELT – Wer kann Asyl beantragen und wer nicht? Wer muss gehen, wer kann bleiben?“ statt. Vertreter des Landkreises ABI und Petra Albert, Ausländerbeauftragte der Evangelischen Landeskirche, gaben Auskunft auf diese und andere Fragen zu Ausländerinnen und Ausländern in unserer Nachbarschaft. Am 18. Juni stellten sich einige Flüchtlinge persönlich vor und erzählten ihre Geschichte. Am 10. September ging es um die Frage, wie kann ich helfen und was wird schon getan, wo kann ich mich einbringen?

Am Donnerstag, dem 21. Januar 2016, um 19 Uhr beginnen wir im Haus der Diakonie mit einer neuen Reihe der Begegnung.
Dabei geht es darum, vielleicht eine konkretes “Tandem” zu bilden.

Wer solange nicht warten will kann Neu Angekommene und Alt Bitterfelder donnerstags zwischen 16 und 18 Uhr bei der “Redezeit” im Haus der Diakonie treffen.

Toaspern/AGi