Klemens

Okt 262014
 
 Posted by on 26. Okt. 2014

Mit diesem berühmten Satz stellen sich die Kandidaten bei Beauftragungen und Weihen vor den Bischof. Schon in der Zeit meines Studiums habe ich dieses Adsum zweimal gesprochen: bei meiner Beauftragung zum Lektor durch den im Jahr 2011 verstorbenen Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky und bei meiner Beauftragung zum Akolythen durch Bischof Wolfgang Ipolt.
Ende August habe ich vor unserem Bischof Dr. Gerhard Feige bei meiner Admissio ein drittes Adsum gesprochen. Hier bin ich! Mit der Aufnahme unter die Weihekandidaten für die Diakonenweihe begann für mich auch ein neuer Abschnitt in der Ausbildung zum priesterlichen Dienst.
Die inhaltlichen Schwerpunkte der anschließenden sechs Wochen des ersten Ausbildungsblocks im Pastoralkurs in Erfurt lagen vor allem bei der Religionspädagogik, Jugendpastoral und Katechetik. Hinzu kamen jedoch auch Einheiten in Homiletik (Predigtlehre), Stimmbildung und Sprecherziehung. In der Vorbereitung auf den spezifischen diakonischen Dienst hatten wir außerdem Sakramentenpraxis und eine theoretische und praktische Unterweisung in das Seelsorgegespräch am Krankenbett. Auf das Leben als Geistliche bereitete uns der Spiritual weiter vor, mit ihm schauten wir auch bereits intensiv auf die Inhalte der Weiheliturgie.

 

Nun bin ich seit dem 10. Oktober wieder in Bitterfeld im sogenannten katechetischen Praktikum. Die kommende Zeit wird vor allem durch die praktische Erprobung des vielen Gelernten und dabei von drei Schwerpunkten geprägt.
Der erste Schwerpunkt des Praktikums ist die Schule. So werde ich nach den Herbstferien zunächst mit Frau Wiedenmann an die hiesigen Grundschulen gehen und dort hospitieren und erste eigene Unterrichtserfahrungen sammeln können. Ab dem 20. November werde ich auch an das Europagymnasium gehen und dort ebenso hospitieren und später selber unterrichten. Abschluss dieser beiden Schulpraktika bilden zwei Lehrproben im Januar, bei denen ich jeweils eine ganze Unterrichtsstunde mit Vorbereitung und Auswertung vor einer Prüfungskommission bestehen muss.
Den zweiten Schwerpunkt bildet ein katechetisches Projekt. Dies werde ich auf der Firmfahrt nach Roßbach im kommenden Februar durchführen.
Der Verkündigungsdienst bildet den dritten Schwerpunkt: Selbstverständlich kann ich Ihnen noch keine Sonntagspredigt in der Feier der Heiligen Messe halten. Dennoch gilt es auch hier, praktische Erfahrungen zu sammeln, also zu predigen. Raum dafür bieten beispielsweise verschiedene Andachten. Aber auch Stationes, die kurze Hinführung am Anfang der Messe, sind ein Bestandteil der Verkündigung. Um meine Erfahrungen auswerten zu können, muss ich bis Ende des katechetischen Praktikums zwei Kurzpredigten von jeweils 90 bis 180 Sekunden auf Video aufnehmen und an Prof. Hartmann nach Fulda schicken. Bei diesem werden wir dann auch im kommenden Ausbildungsblock wieder Einheiten in Homiletik haben.

 

Aus diesen drei Schwerpunkten ergibt sich auch, dass ich nur zu einem Teil meines Praktikums wirklich in der Gemeinde tätig bin. Die Unterrichtszeiten „kollidieren“ teilweise mit den Zeiten unserer Werktagsgottesdienste, so dass ich nach den Herbstferien wohl weniger auch für Sie zu sehen sein werde.
Ich bitte Sie dennoch weiterhin um Ihr unterstützendes Gebet. Seit meiner Rückkehr haben mich viele wieder wirklich herzlich Willkommen geheißen. Darüber habe ich mich sehr gefreut und schöpfe viel Kraft für die kommenden Aufgaben und den Weg zum nächsten Adsum! Vergelt’s Gott!

 

Ihr Praktikant,
Klemens Schubert

Anbei noch ein Bild vom Pastoralkurs 2014/16 mit den zuständigen (Sub-)Regenten bei den Einführungstagen in Bad Soden-Salmünster. Der Kurs besteht aus zehn Seminaristen aus den (Erz-)Diözesen Berlin, Dresden-Meißen, Erfurt, Fulda, Magdeburg und Paderborn.

Pastoralkurs 2014/16

Jul 302014
 
 Posted by on 30. Jul. 2014

Dieses Zitat Jesu aus dem Johannesevangelium passt derzeit gut zu mir. Am 28. August wird mich Bischof Dr. Gerhard Feige durch die Admissio unter die Weihekandidaten für den Diakonat und den Presbyterat aufnehmen. Einen Tag später, am 29. August, startet der erste Ausbildungsblock des Pastoralkurses in Erfurt.
Damit endet auch mein fünfmonatiges Praktikum hier in der Pfarrei Heilige Familie in Bitterfeld und es beginnt für mich ein neuer Abschnitt auf dem Weg zur Priesterweihe. Die folgenden sechs Wochen werden eine Art Schnellbesohlung in Religionspädagogik sein und die Vorbereitung für das katechetische Praktikum.

„… und wieder eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich sehen.“ (Joh 16,16b)

Wer das obige Bibelzitat erkannt hat, der wird sich vielleicht schon gedacht haben, dass da aber noch etwas fehlt. Ich bin natürlich nicht der Herr, aber dennoch werden auch Sie mich nach dieser kurzen Zeit in Erfurt ab Mitte Oktober wieder öfter sehen.
Nach Absprache mit Pfarrer Ginzel hat der Personalreferent des Bistums, Rat Kriesel, entschieden, dass ich auch die weiteren Praktika bis zu meiner Priesterweihe hier bei Ihnen in Bitterfeld absolvieren darf.
Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit, die sicherlich durch viel Neues und auch durch größere Herausforderungen geprägt sein wird. Vor allem werde ich ab Oktober die hiesigen Schulen gut kennenlernen, hospitieren und selbst unterrichten, um Anfang kommenden Jahres hoffentlich erfolgreich meine Lehrproben ablegen zu können.

Für diese Zeit und darüberhinaus bitte ich weiterhin um Ihr begleitendes Gebet und schließe auch Sie fest in das meine ein. Vergelt’s Gott!

Ihr alter und neuer Praktikant,
Klemens Schubert

 

Jul 082014
 
 Posted by on 08. Jul. 2014

Von den voraussichtlich fünf Monaten meines Praktikums in der Pfarrei Heilige Familie in Bitterfeld sind schon mehr als drei vorüber. Wie bei der aktuell stattfindenden Fußball-WM in Brasilien befinde ich mich also in der zweiten Halbzeit.

Die letzten Monate sind schnell vergangen und ich merke immer wieder, dass ich mich in der Pastoral und auch hier speziell in der Pfarrei sehr wohl fühle. Oft gibt es „Highlights“, spannende neue Erfahrungen und eindrückliche Momente, die die Zeit nahezu rasant vergehen lassen. Hinzu kommen freilich auch Augenblicke, in denen es nicht so richtig vorwärts zu gehen scheint – Aufgaben, in die ich mich erst hineinfinden muss, die mir nicht so leicht von der Hand gehen.

Ein wertvoller Schatz sind mir die vielen Begegnungen und guten Gespräche geworden. Sei es nach der Sonntagsmesse auf den Kirchhöfen oder beim gemeinsamen Frühschoppen; bei den Festen der einzelnen Gemeinden und der ganzen Pfarrei; bei Seniorennachmittagen und bei der Jugend; in Trau- und Tauf-, aber auch in Trauergesprächen; beim Gemeindefrühstück, im Pfarrteam oder auch bei einem zufälligen Treff im Kaufland oder auf der Straße.
Mit jeder Begegnung und jedem Gespräch darf ich die Gemeinde – darf ich Sie – besser kennenlernen, schenken Sie mir Ihr Vertrauen.

Eine weitere kostbare Erfahrung sind die Messen in den Altenpflegeheimen zu denen ich regelmäßig mitgenommen werde. Gerade heute war ich mit dem Vikar wieder einmal in Carlsfeld. Es ist dort nicht leicht, gemeinsam Gottesdienst zu feiern, da die meisten der Bewohner der Einrichtung schwer dement sind. Und dennoch wirkt Gott auch hier viel Gnade in den Sakramenten der Eucharistie und der Krankensalbung – und in der persönlichen Hinwendung, wie beispielsweise beim Friedensgruß oder dem Segen, wenn die Augen eines Menschen aufleuchten und tiefe Freude sichtbar wird.

Besonders in Erinnerung bleiben wird mir sicherlich auch die Aktion der Pfarrei zur Mission Olympic in Sandersdorf. Knapp 40 Läufer hatten sich am Samstagnachmittag auf die 1500m lange Strecke von der schönen Marienkirche ins Stadion gemacht und erzielten so mehr als 50.000m und vielleicht einen Beitrag zum Sieg des Städtewettbewerbs (der natürlich noch nicht feststeht). Ich selbst schloss mich den Dauerläufern an und konnte das Ziel  nach einer guten Runde im Stadion als erster erreichen.

Neben all diesen Begegnungen und Erlebnissen im Rahmen von Pfarrei und Gemeinde möchte ich auch die neuen persönlichen Kontakte nicht unerwähnt lassen. Ich bin sehr dankbar in manchen Gemeindemitgliedern wirkliche Bezugspunkte gefunden zu haben. Solche „privaten“ Kontakte sind vor allem in Zeiten segensreich, da es einmal nicht so gut läuft oder ich an etwas zu knabbern habe. Ohne ins Detail gehen zu wollen kann ich hier für die erquickenden Himbeeren, so manches Stück Kuchen, leckere Schokolade, selbstgepflückten Salat, leckeren Honig, gute Musik und vor allem für die gemeinsame Zeit und die guten Gespräche nur ein herzliches Vergelt’s Gott aussprechen. Möge Gott es segnen!

Nun ist es aber inmitten der zweiten Halbzeit nicht angebracht nur zurückzublicken. So freue ich mich auf die verbleibenden weiteren anderthalb Monate hier in Bitterfeld und Umgebung. Bereits am kommenden Wochenende geht es auf Jugendfahrt nach Waren an die schöne Müritz. Die Sommerferien stehen vor der Tür und mit ihr die Kinderwallfahrt in Bad Schmiedeberg und die RKW in Uebigau, die wir bereits eifrig vorbereiten.

Vom 7. bis 17. August bin ich dann im Urlaub auf Gospeltour an der Ostsee. In diesem Rahmen möchte ich Sie ganz herzlich einladen zum Abschlusskonzert der Tour am 17. August beim Mückenwirt (am Elbufer) in Magdeburg. Vielleicht sind Sie in der Nähe oder wollten am 16. August sowie in die Vorabendmesse, um am Sonntag einen Ausflug zu machen. Die genauen Konzerttermine und -orte (auch die an der Ostsee) werden demnächst als Plakat auch in unseren Kirchen aushängen. Seien Sie herzlich willkommen!

Am 28. August werde ich dann wahrscheinlich nach Erfurt aufbrechen und dort in den Pastoralkurs starten, und damit in die knapp zwei Jahre der Vorbereitung auf die Priesterweihe. Ich möchte Sie daher bitten, mich (auch weiterhin) in Ihr Gebet einzuschließen und danke Ihnen dafür von Herzen.

Zum Schluss bleibt mir noch einmal zu sagen, dass ich sehr froh bin, hier zu sein und ich, um das Bild des Fußballspiels aufzugreifen, auf eine Verlängerung hoffe.

Mit frohen Grüßen,
Ihr Praktikant Klemens Schubert

Praktikant

Mai 092014
 
 Posted by on 09. Mai. 2014

Beim Rentnernachmittag in Roitzsch am 8. Mai machte der Pfarrer mit den anwesenden Senioren ein Experiment und gemeinsam wurde etwas neues ausprobiert: das Gotteslob.
Zwar wurde das neue Gotteslob in unserem Bistum bereits zum Sonntag Laetare eingeführt, doch fehlen ja nach wie vor die dazugehörigen Orgelbücher und so wurde die Pensionierung des alten Gotteslobes in der Pfarrei Bitterfeld noch etwas verschoben.
So probierten die Roitzscher Senioren das neue Gotteslob als erste aus. Zunächst erklärte und zeigte Pfarrer Ginzel den Aufbau des neuen Gebets- und Gesangsbuches und erfreut wurde festgestellt, dass etwa 50% der Lieder ja bereits aus dem alten Gotteslob bekannt sind. Einige der neu hinzugekommenen Lieder sind zudem bereits aus unserem alten Bistumsanhang, oder auch von der Jugendband bekannt.
Auch die Andachten und Litaneien wurden gründlich unter die Lupe genommen. Hier wird wohl weiterhin auch das bewährte Marienlob zum Einsatz kommen. Doch einige der neuen Gebete werden bestimmt auch in unserer Pfarrei bald vertraute Texte sein.
Bevor es vom Gemeindesaal zur Maiandacht und Hl. Messe in die Kapelle hinunter ging, übte der Pfarrei noch ein „neues“ Lied ein: „Surrexit Dominus vere“, der eingängige Osterkanon aus Taizé.
Zur Maiandacht wurde dann das alte und zur Hl. Messe das neue Gotteslob genutzt. Die letzten Lieder wurden bereits schon wieder von Frau Bier angestimmt, so dass das Experiment wohl eine gelungene Generalprobe für die richtige Einführung des neuen Gotteslobes war.

 Diese wird übrigens zu den Gottesdiensten des Hohen Pfingstfestes sein. Bestärkt im Heiligen Geist werden dann alle Schwierigkeiten und Hürden bald vergessen sein.

Neues Gotteslob

Klemens Schubert

Mai 022014
 
 Posted by on 02. Mai. 2014

Seit einem Monat bin ich nun hier in der Bitterfelder Pfarrei Heilige Familie als Praktikant. Mit jedem Tag mehr fühle ich mich heimischer. Das liegt zum Teil daran, dass ich viel Glück hatte und eine schöne Wohnung unter dem Dach des Franziskushauses in der Röhrenstraße bekommen habe, vor allem aber liegt es an den vielen Gemeindemitgliedern, die mich sehr herzlich und freundlich willkommen geheißen haben und mit denen ich nach den verschiedenen Gottesdiensten, Gruppen und Kreisen immer wieder gut ins Gespräch komme.

Inzwischen war ich in fast allen Gottesdienststationen und habe große Gebiete der Pfarrei erkunden können. Dank Pfarrer Ginzel steht mir dafür ein Fahrrad zur Verfügung und so wurde ich sogar schon als der „sportliche Praktikant“ begrüßt. Noch vor zwei Monaten hätte mich im Erfurter Priesterseminar wohl niemand so genannt. Nun bin ich bereits dreimal um die Goitzsche gefahren und genieße die großen und kleinen Touren auf dem Rad. Sei es zum Gottesdienst nach Sandersdorf oder Roitzsch, fix zum Einkaufen zum Kaufland oder als Ausflug mit dem Pfarrer zum Frühjahrskonzert nach Rösa.

Oft kann ich mit diesen Touren ein großes Hobby verbinden: Die oft so schöne Aussicht, die blühenden Pflanzen, das klare Wasser der Seen und die vielen Tiere bewegen mich immer wieder zum Verweilen. Dann hole ich meine Kamera raus und mache viele Fotos. Einige schöne Motive konnte ich schon festhalten.

Ein weiteres Hobby kann ich in der Jugendband pflegen: Während ich zu Studienzeiten in Erfurt kaum dazu kam, Bassgitarre zu spielen, so kann ich hier regelmäßig in den Familiengottesdiensten mit der Band Musik machen.

 

In den kommenden Tagen und Wochen habe ich eine schöne neue Aufgabe: in den Maiandachten, beim Mittagsgebet zum Seniorenmarkt und in den neun Tagen vor Pfingsten darf ich erste kleine Gottesdienste vorbereiten und halten. Im Erfurter Priesterseminar habe ich seit langem das Amt des Zeremoniars ausgeübt und hatte immer viel Freude daran, Liturgie zu gestalten und dafür zu sorgen, dass „alles glatt läuft“. Nun kommen zu diesen Erfahrungen neue hinzu: Selbst Vorsteher eines kleines Gottesdienstes zu sein und diesen zu halten. In neuer Weise mit den Gläubigen zu feiern und sie durch die Liturgie zu leiten, ihnen Brücken zum Gebet und in die Stille zu bauen ist eine spannende Herausforderung für mich.

Klemens Schubert

eines meiner ersten Fotos hier: der Blick über Bitterfeld

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