Jul 082014
 
 Posted by on 08. Jul. 2014
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Von den voraussichtlich fünf Monaten meines Praktikums in der Pfarrei Heilige Familie in Bitterfeld sind schon mehr als drei vorüber. Wie bei der aktuell stattfindenden Fußball-WM in Brasilien befinde ich mich also in der zweiten Halbzeit.

Die letzten Monate sind schnell vergangen und ich merke immer wieder, dass ich mich in der Pastoral und auch hier speziell in der Pfarrei sehr wohl fühle. Oft gibt es „Highlights“, spannende neue Erfahrungen und eindrückliche Momente, die die Zeit nahezu rasant vergehen lassen. Hinzu kommen freilich auch Augenblicke, in denen es nicht so richtig vorwärts zu gehen scheint – Aufgaben, in die ich mich erst hineinfinden muss, die mir nicht so leicht von der Hand gehen.

Ein wertvoller Schatz sind mir die vielen Begegnungen und guten Gespräche geworden. Sei es nach der Sonntagsmesse auf den Kirchhöfen oder beim gemeinsamen Frühschoppen; bei den Festen der einzelnen Gemeinden und der ganzen Pfarrei; bei Seniorennachmittagen und bei der Jugend; in Trau- und Tauf-, aber auch in Trauergesprächen; beim Gemeindefrühstück, im Pfarrteam oder auch bei einem zufälligen Treff im Kaufland oder auf der Straße.
Mit jeder Begegnung und jedem Gespräch darf ich die Gemeinde – darf ich Sie – besser kennenlernen, schenken Sie mir Ihr Vertrauen.

Eine weitere kostbare Erfahrung sind die Messen in den Altenpflegeheimen zu denen ich regelmäßig mitgenommen werde. Gerade heute war ich mit dem Vikar wieder einmal in Carlsfeld. Es ist dort nicht leicht, gemeinsam Gottesdienst zu feiern, da die meisten der Bewohner der Einrichtung schwer dement sind. Und dennoch wirkt Gott auch hier viel Gnade in den Sakramenten der Eucharistie und der Krankensalbung – und in der persönlichen Hinwendung, wie beispielsweise beim Friedensgruß oder dem Segen, wenn die Augen eines Menschen aufleuchten und tiefe Freude sichtbar wird.

Besonders in Erinnerung bleiben wird mir sicherlich auch die Aktion der Pfarrei zur Mission Olympic in Sandersdorf. Knapp 40 Läufer hatten sich am Samstagnachmittag auf die 1500m lange Strecke von der schönen Marienkirche ins Stadion gemacht und erzielten so mehr als 50.000m und vielleicht einen Beitrag zum Sieg des Städtewettbewerbs (der natürlich noch nicht feststeht). Ich selbst schloss mich den Dauerläufern an und konnte das Ziel  nach einer guten Runde im Stadion als erster erreichen.

Neben all diesen Begegnungen und Erlebnissen im Rahmen von Pfarrei und Gemeinde möchte ich auch die neuen persönlichen Kontakte nicht unerwähnt lassen. Ich bin sehr dankbar in manchen Gemeindemitgliedern wirkliche Bezugspunkte gefunden zu haben. Solche „privaten“ Kontakte sind vor allem in Zeiten segensreich, da es einmal nicht so gut läuft oder ich an etwas zu knabbern habe. Ohne ins Detail gehen zu wollen kann ich hier für die erquickenden Himbeeren, so manches Stück Kuchen, leckere Schokolade, selbstgepflückten Salat, leckeren Honig, gute Musik und vor allem für die gemeinsame Zeit und die guten Gespräche nur ein herzliches Vergelt’s Gott aussprechen. Möge Gott es segnen!

Nun ist es aber inmitten der zweiten Halbzeit nicht angebracht nur zurückzublicken. So freue ich mich auf die verbleibenden weiteren anderthalb Monate hier in Bitterfeld und Umgebung. Bereits am kommenden Wochenende geht es auf Jugendfahrt nach Waren an die schöne Müritz. Die Sommerferien stehen vor der Tür und mit ihr die Kinderwallfahrt in Bad Schmiedeberg und die RKW in Uebigau, die wir bereits eifrig vorbereiten.

Vom 7. bis 17. August bin ich dann im Urlaub auf Gospeltour an der Ostsee. In diesem Rahmen möchte ich Sie ganz herzlich einladen zum Abschlusskonzert der Tour am 17. August beim Mückenwirt (am Elbufer) in Magdeburg. Vielleicht sind Sie in der Nähe oder wollten am 16. August sowie in die Vorabendmesse, um am Sonntag einen Ausflug zu machen. Die genauen Konzerttermine und -orte (auch die an der Ostsee) werden demnächst als Plakat auch in unseren Kirchen aushängen. Seien Sie herzlich willkommen!

Am 28. August werde ich dann wahrscheinlich nach Erfurt aufbrechen und dort in den Pastoralkurs starten, und damit in die knapp zwei Jahre der Vorbereitung auf die Priesterweihe. Ich möchte Sie daher bitten, mich (auch weiterhin) in Ihr Gebet einzuschließen und danke Ihnen dafür von Herzen.

Zum Schluss bleibt mir noch einmal zu sagen, dass ich sehr froh bin, hier zu sein und ich, um das Bild des Fußballspiels aufzugreifen, auf eine Verlängerung hoffe.

Mit frohen Grüßen,
Ihr Praktikant Klemens Schubert

Praktikant

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