Mai 022014
 
 Posted by on 02. Mai. 2014

Seit einem Monat bin ich nun hier in der Bitterfelder Pfarrei Heilige Familie als Praktikant. Mit jedem Tag mehr fühle ich mich heimischer. Das liegt zum Teil daran, dass ich viel Glück hatte und eine schöne Wohnung unter dem Dach des Franziskushauses in der Röhrenstraße bekommen habe, vor allem aber liegt es an den vielen Gemeindemitgliedern, die mich sehr herzlich und freundlich willkommen geheißen haben und mit denen ich nach den verschiedenen Gottesdiensten, Gruppen und Kreisen immer wieder gut ins Gespräch komme.

Inzwischen war ich in fast allen Gottesdienststationen und habe große Gebiete der Pfarrei erkunden können. Dank Pfarrer Ginzel steht mir dafür ein Fahrrad zur Verfügung und so wurde ich sogar schon als der „sportliche Praktikant“ begrüßt. Noch vor zwei Monaten hätte mich im Erfurter Priesterseminar wohl niemand so genannt. Nun bin ich bereits dreimal um die Goitzsche gefahren und genieße die großen und kleinen Touren auf dem Rad. Sei es zum Gottesdienst nach Sandersdorf oder Roitzsch, fix zum Einkaufen zum Kaufland oder als Ausflug mit dem Pfarrer zum Frühjahrskonzert nach Rösa.

Oft kann ich mit diesen Touren ein großes Hobby verbinden: Die oft so schöne Aussicht, die blühenden Pflanzen, das klare Wasser der Seen und die vielen Tiere bewegen mich immer wieder zum Verweilen. Dann hole ich meine Kamera raus und mache viele Fotos. Einige schöne Motive konnte ich schon festhalten.

Ein weiteres Hobby kann ich in der Jugendband pflegen: Während ich zu Studienzeiten in Erfurt kaum dazu kam, Bassgitarre zu spielen, so kann ich hier regelmäßig in den Familiengottesdiensten mit der Band Musik machen.

 

In den kommenden Tagen und Wochen habe ich eine schöne neue Aufgabe: in den Maiandachten, beim Mittagsgebet zum Seniorenmarkt und in den neun Tagen vor Pfingsten darf ich erste kleine Gottesdienste vorbereiten und halten. Im Erfurter Priesterseminar habe ich seit langem das Amt des Zeremoniars ausgeübt und hatte immer viel Freude daran, Liturgie zu gestalten und dafür zu sorgen, dass „alles glatt läuft“. Nun kommen zu diesen Erfahrungen neue hinzu: Selbst Vorsteher eines kleines Gottesdienstes zu sein und diesen zu halten. In neuer Weise mit den Gläubigen zu feiern und sie durch die Liturgie zu leiten, ihnen Brücken zum Gebet und in die Stille zu bauen ist eine spannende Herausforderung für mich.

Klemens Schubert

eines meiner ersten Fotos hier: der Blick über Bitterfeld

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  One Response to “Praktikumsbericht: erster Monat – erste Eindrücke”

  1. Hallo Klemens, seit Du für unsere Seite schreibst hat sich der tägliche Besuch verdreifacht. Glückwunsch!

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